Musiktherapie

Musik spricht unmittelbar den Gefühlsbereich an. Indem sich über den Atemrhythmus die musikalischen Schwingungen dem gesamten menschlichen Organismus mitteilen, wirkt die Musik ordnend und regulierend auf psychische und physische Prozesse. Als unsichtbares Medium spielt sich die Musik vor allem im Zeitkontinuum ab: Im Erklingen und Verklingen, im Binden und Lösen. Die musikalischen Elemente Melodie , Harmonie, Rhythmus/Takt sowie die Klangqualitäten der verschiedenen Blas-, Streich-, Zupf- und Schlaginstrumente wirken dabei nach eigenen Gesetzmäßigkeiten und werden je nach Bedarf gezielt eingesetzt. Beim Singen mit der eigenen Stimme sind wir selber das Instrument und erfahren eine direkte Klangwirkung.

Die Ziele der Musiktherapie bestehen darin, über das musikalische Erlebnis den Gefühlsbereich, zu harmonisieren und Atemprozesse zu regulieren. Musik kann Freude und Leichtigkeit wecken. Die Kinder und Jugendlichen werden angeregt, in ein aktives Lauschen zu kommen. Über die Tonbildung wird das positive Eigenleben verstärkt. Im Aufeinander-Hören und Reagieren trägt die Musiktherapie dazu bei, die sozial-kommunikative Kompetenz zu steigern.

Die Kinder und Jugendlichen spielen auf Blas-, Streich-, Zupf- und Schlaginstrumenten. Beim Singen können sie ihr eigenes Instrument befreiend erleben. Dabei werden Bewegungsabläufe mit einbezogen die das Musik- und Selbsterleben anregen. Neben dem aktiven Musizieren ist auch das rezeptive Zuhören ein wichtiger Bestandteil der Musiktherapie.