Heilpädagogisches Reiten

Das heilpädagogische Reiten stellt die individuelle Förderung des Kindes oder Jugendlichen in den Vordergrund, nicht die reiterliche Ausbildung. Die Kinder und Jugendlichen pflegen die Pferde, helfen im Stall, reiten spielerisch auf dem geführten Pferd oder reiten selbständig, sie voltigieren oder longieren selbst. Wir bieten das heilpädagogische Reiten in Einzel- und Gruppentherapie an. Ein wichtiges Ziel der Einzeltherapiestunden besteht darin, die Beziehungsfähigkeit zu verbessern. Es geht darum, das Pferd wahrzunehmen, Kontakt herzustellen, zu reagieren, zu kommunizieren und sich und das Tier richtig einzuschätzen. Sowohl das Reiten als auch das Pflegen der Pferde trägt dazu bei, das Verantwortungsbewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu stärken, Ängste zu überwinden und die Frustrationstoleranz zu erhöhen. Durch das Getragen-Werden verbessern sich Körperwahrnehmung und Balancefähigkeit.

In der Gruppentherapie wollen wir insbesondere die sozialen Fähigkeiten stärken. Die Kinder und Jugendlichen müssen sich gegenseitig Hilfestellung geben, ein Gruppengefühl erarbeiten und lernen, mit den Schwächen und Stärken der anderen Gruppenteilnehmer umzugehen. Außenseiter werden eingebunden, gemeinsame Regeln aufgestellt, Pläne entwickelt und Absprachen getroffen. Nicht zuletzt dienen die Gruppenstunden auch dazu, motorische Fähigkeiten zu schulen und kognitive Kompetenzen wie Konzentrations- und Merkfähigkeit zu fördern.