In Erinnerungen schwelgen

Ein Familientreffen mit rund 170 Gästen - das steht auch im Pestalozzi Kinderdorf nicht auf der Tagesordnung. Am 30. September war es nach fünf Jahren endlich wieder soweit: Viele Ehemalige sind der Einladung des Kinderdorfes gefolgt und an den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt. Auch frühere Mitarbeiter, darunter viele Kinderdorfeltern, Therapeuten oder Ausbilder, sind gekommen, um ihre damaligen "Schützlinge" zu treffen. Ein großes "Hallo" war da zu hören, "Wie ist es Dir ergangen?" oder "Du hast Dich kaum verändert". Im Vordergrund standen jedoch die gemeinsamen Erinnerungen, die für die meisten bis heute prägend sind. "Ich habe eine fantastische Jugendzeit im Kinderdorf erlebt. Diese Lebensphase war der Grundstein für meinen erfolgreichen Werdegang und das Lebensglück, das ich heute habe. Danke!", steht beispielsweise im Gästebuch.

Wie sich das Kinderdorf in den letzten Jahren verändert hat, beschrieb Geschäftsführer Bernd Löhle in seiner Ansprache. Bei einer Führung konnten sich die Ehemaligen davon selbst ein Bild machen. "Es ist beeindruckend, wie das Kinderdorf gewachsen ist", lautet das Fazit einer Ehemaligen.

Am Ende des Nachmittags stand eine Lesung mit Clemens Maria Heymkind auf dem Programm, der in zwei autobiographischen Romanen seine schwere Kindheit verarbeitet hat. Der zweite Teil handelt von seiner Zeit im Kinderdorf, die für ihn der erste Schritt auf seinem Heilungsweg war. Begleitet wurde er am Piano von Natascha Schopp.

Beim anschließenden Abendessen blieb dann noch einmal ausreichend Zeit für Gespräche, die sich nicht selten darum drehten, wann man sich denn das nächste Mal wiedersehen wird. Ganz sicher im Jahr 2022, wenn das Kinderdorf im Rahmen des 75jährigen Jubiläums zum nächsten Ehemaligentreffen einlädt.

Hier geht's zur Bildergalerie.