Fliegen für den guten Zweck

Am 21. März wurde im Zeppelin Hangar in Friedrichshafen Saisonauftakt gefeiert. Im Rahmen dieses Pressetermins überreichte Eckhard Breuer, Geschäftsführer der Zeppelin Reederei GmbH, dem Pestalozzi Kinderdorf einen Spendenscheck in Höhe von 17.000 Euro. Dies sind die Erlöse aus der Kinderdorf Flugpost im Jahr 2018.

Normalerweise wird im Zeppelin NT keine offizielle Post transportiert. Eine Ausnahme macht die Zeppelin Reederei für die Freunde der Kinderdorf Flugpost: Der gemeinnützigen Verein darf zu bestimmten Anlässen speziell gestaltete Postkarten oder Briefe mit dem Luftschiff transportieren, beispielsweise zum  150. Geburtstag von Luftfahrt-Pionier Hugo Eckener. Diese ‚Belege‘ sind entsprechend limitiert und entwickeln sich daher nicht selten zu beliebten Sammlerstücken. Der Reinertrag aus dem Verkauf kommt dem Pestalozzi Kinderdorf zugute.

Die Idee der „Kinderdorf-Flugpost“ geht zurück auf den Kinderdorfleiter und leidenschaftlichen Ballonflieger Hermann Johannes Scheer. Damals wie heute war das Pestalozzi Kinderdorf auf Spenden angewiesen, um wichtige Projekte wie den eigenen Therapiebereich, das Freizeitangebot oder die künstlerische und musikalische Bildung anzubieten. Und so stellte sich Scheer bereits in den 50er Jahren die Frage: „Wie können wir Spenden für das Kinderdorf sammeln und den Spendern gleichzeitig etwas zurückgeben?“. Aus dieser Frage heraus entwickelte er die Idee, bei eben seinen weltweiten Ballonfahrten Post zu transportieren. Diese wurden am Start- und am Zielort abgestempelt und schließlich verkauft. Diese „Ballonpost-Belege“ wurden rasch zu begehrten Sammelobjekten. Schon damals kam der Reinerlös dem Kinderdorf zugute.

Seit 1997 wird die Kinderdorf-Flugpost überwiegend mit dem Zeppelin NT befördert.

Foto: Maike Lanz/Zeppelin Reederei GmbH